Politiker im „Praxistest“

Veröffentlicht am 10.11.2016 in Gemeindenachrichten
 

 

SPD-Bundestagsabgeordneter Dr. Lars Castellucci zu Besuch
bei der Otto Müller GmbH in Bammental

Im Rahmen der Aktion „Praxis für Politik“ des BDWI stattete SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Lars Castellucci dem Garten- und Land-schaftsbaubetrieb (GaLaBau) Otto Müller, Bammental einen Besuch ab. Nach einer Betriebsbesichtigung und dem Besuch von zwei Baustellen konnte Castellucci auch selbst den Hammer schwingen und Eindrücke vom Arbeitsalltag des Landschaftsgärtners sammeln. Firmeninhaber und stellvertretender Regionalvorsitzender des Verbands Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Baden-Württemberg e.V. Otto Müller und der SPD-Politiker diskutierten über Chancen und Probleme der GaLaBau-Branche. Themen waren unter anderem die Notwendigkeit grüner Städte, die Aus-, Fort- und Weiterbildung und die Beschäftigung von Flüchtlingen. „Wer ausbildet, hat auch eine Chancen auf gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter“, meint Dr. Lars Castellucci.

„Ich habe Hochachtung vor der unternehmerischen Leistung von Otto Müller“, so Castellucci über den Garten- und Landschaftsbaubetrieb, der derzeit 30 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. „Besondere Anerkennung verdient Herr Müller für die Leistung im Bereich Ausbildung.“ Der Geschäftsführer achtet darauf, dass seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch kontinuierliche Weiterbildungen bekommen. „Die Ausbildung unserer jungen Landschaftsgärtner gehört mit zu den wichtigsten Aufgaben unseres Berufsstandes“, betont Müller. „Dafür benötigen wir auch die Unterstützung der Politik. Die Versorgung der Berufsschulen mit qualifizierten Fachlehrern muss sichergestellt werden. Außerdem sind Investitionen bei den Standorten der Meisterschulen, der LVG Heidelberg und der Staatsschule für Gartenbau Hohenheim, dringend notwendig.“

Eine Chance gegen den drohenden Fachkräfte Mangel bietet die Beschäftigung von Flüchtlingen. Dafür wurden bereits sechs Willkommenslotsen im Bundesgebiet eingestellt. Sie werden gefördert durch das Ministerium für Wirtschaft und Energie und beraten die Betriebe in allen Fragen zur Integration von Flüchtlingen im Arbeitsablauf. Die Bereitschaft der Betriebe Flüchtlinge einzustellen sei sehr groß, erklärte Otto Müller. Bereits vier Flüchtlinge haben ihre Ausbildung zum Landschaftsgärtner in Baden-Württemberg begonnen. Über 100 potenzielle Stellen stünden zur Verfügung.
„Gezeigt bekommen, wie es geht, und nachmachen – so lernt man viel im Garten- und Landschaftsbau. Das habe ich hier im Praktikum gesehen“, erzählte der Abgeordnete. „Deshalb ist das auch ein Zweig unserer Wirtschaft, wo es auf gute Deutschkenntnisse gar nicht in erster Linie ankommt. Hier wird hart gearbeitet, auch bei heißen Temperaturen. Und Integration und Inklusion gehören schon lange dazu sowie ein Grundvertrauen in die Belegschaft und etwas Einfühlungsvermögen. Damit kann es gelingen.“
Doch hierfür muss noch einiges getan werden. „Es fehlt die Planungssicherheit für Unternehmen, wenn die Einstiegsqualifizierung keine Auswirkung auf den Aufenthaltsstatuts der Flüchtlinge hat,“ beklagt der Firmeninhaber. Bisher ist geregelt, dass Flüchtlinge drei Jahre während der Ausbildung und weitere zwei Jahre, wenn sie übernommen werden, im Land bleiben dürfen. Dies gilt nicht für die Einstiegsqualifizierung (EQ). „Gerade die EQ ist für die Flüchtlinge wichtig, die noch nicht gut Deutsch sprechen“, so Müller „Sie bietet die Grundlage für die spätere Ausbildung. Daher muss die Einstiegsqualifizierung auch eine Auswirkung auf den Aufenthaltsstatus des Flüchtlings haben.“ Castellucci, Mitglied des Innenausschusses und dort zuständig für das Thema Flüchtlinge und Asyl, betonte ebenfalls, dass dies eine wichtige Stütze auf dem Weg ins Berufsleben sei. „Ziel muss es sein, junge Flüchtlinge schnell in die Ausbildung zu bringen.“

Ein weiteres Thema war die Notwendigkeit von Grünflächen in Großstädten in Baden-Württemberg. Hier muss nach Ansicht der Experten für Garten und Landschaft einiges in der Politik vorangetrieben werden. Mit Hinblick auf Hochwasser und Feinstaubraten hat der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau gemeinsam mit zahlreichen Partnern die Broschüre „Charta Zukunft Stadt und Grün“ herausgegeben. „Um den alltäglichen Herausforderungen des Klimawandels wirkungsvoll begegnen zu können, kann die künftige Stadtentwicklung nicht ohne nachhaltige, grüne Investitionen stattfinden. Baden-Württemberg braucht Programme, die natürliches Grün in den Städten fördern“, sagte Otto Müller im Gespräch.

 

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