„Rechtsextremismus ist Krebsgeschwür unserer Demokratie“: SPD unterstützt #wirsindmehr in Wiesloch

Veröffentlicht am 20.09.2018 in Bundespolitik
 

Die SPD bei der Demo in Wiesloch

„Schön, dass auch die SPD Rhein-Neckar mit so vielen Mitgliedern vertreten ist“, freute sich der Wieslocher Bundestagsabgeordnete Lars Castellucci. Unter den geschätzt 800 Besuchern bei der Kundgebung auf dem Wieslocher Adenauerplatz waren neben aktiven Jusos auch zahlreichen Genossen und fast alle Vorstandsmitglieder der SPD Rhein-Neckar.

Nachdem kürzlich in der Wieslocher Fußgängerzone ausländerfeindliche Parolen gerufen wurden und friedliche Gäste eines Eiscafes angegriffen wurden, war der Schock darüber der Wieslocher Bevölkerung anzumerken. „Es geht längst nicht mehr darum, dass Ausschreitungen nur in Ostdeutschland passieren oder extreme AfD-Vertreter sich nicht an Regeln halten wollen Zunehmend fressen sich menschenfeindliche Gedanken wie ein Krebsgeschwür ins öffentliche Bewusstsein. Und dieser Krebs zerfrisst unsere Demokratie“, erklärte der SPD-Kreisvorsitzende Thomas Funk die Motivation der SPD Rhein-Neckar, friedlich und entschlossen für ein gutes Miteinander zu demonstrieren.

„Natürlich sind nicht alle Menschenfeinde Nazis, aber alle Nazis sind Menschenfeinde“, stellte die Juso-Kreisvorsitzende Elisabeth Krämer klar. „Dabei nehmen wir die Sorgen der Bevölkerung ernst. Wir hören zu und reden mit allen, die bereit sind, mit uns zu reden. Aber ein paar Mindestanforderungen fürs Zusammenleben müssen eben alle einhalten“, formulierte die stellv. Kreisvorsitzende Marissa Dietrich. „Ein starker Staat mit verbindlichen Regeln für alle bildet den Rahmen, innerhalb dessen man immer noch große Freiheit hat, sich für die eine oder andere Sichtweise zu entscheiden. Das macht Demokratie aus“, ergänzte ihre Kollegin, Dr. Andrea Schröder-Ritzrau, ebenfalls stellv. Kreisvorsitzende.

Eigentlich hielt man es anfangs für bedauerlich, dem Eindruck entgegenwirken zu müssen, dass einige wenige „gewaltbereite Abgehängte“ das gesellschaftliche Bild Wieslochs bestimmen könnten. Doch das Bekenntnis für ein friedlichen Miteinander war beeindruckend. Eine fröhliche Party mit nachdenklichen und leidenschaftlichen Statements, aber vor allem auch mit einer großen Portion guter Laune.

„Dass Kirchen und Vereine, Parteien und Gewerkschaften, Bevölkerung und Oberbürgermeister, Kulturschaffende und Gäste alle gleichermaßen dazu aufrufen, für ein gutes Miteinander einzutreten, lässt einen Hoffnung haben, dass Wiesloch eben doch die schöne Stadt mit den tollen Menschen ist, als die man sie wahrnimmt“, fasste Anke Schroth den Abend zusammen. „Dass sich jetzt vielleicht ein Verein gründet, der zum Ziel hat, das vielfältige Miteinander zu fördern, ist ein schönes Ergebnis einer scheußlichen Begebenheit.“

Im SPD-Kreisvorstand beriet man deshalb auch darüber, wie man noch mehr Menschen zum Mitmachen bewegen kann und dass es dazu auch zunehmend Angebote im Netz braucht. „Es kann ja nicht sein, dass man das Netz und die sogenannten 'sozialen' Netzwerke den Gegner der Demokratie und unseres Landes überlässt“, beschrieb der Internet-Beauftragte Christian Soeder einen Teil der Vorstandsarbeit. „Es ergeht also herzliche Einladung an alle, sich auf www.spd-rn.de über die Arbeit der SPD Rhein-Neckar zu informieren und gerne auch Rückmeldung an uns zu geben, was im Argen liegt in der Kommune, im Land, im Bund, in der Welt und in der Parteienlandschaft!“

 

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