Sozialdemokrat mit Ecken und Kanten: SPD und Gemeinde erwiesen Fritz Pipo die letzte Ehre

Veröffentlicht am 20.06.2010 in Pressemitteilungen
 

Sinsheim. Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung nahmen viele sozialdemokratische Weggefährten und die örtliche Politik Abschied von Fritz Pipo. Der letzte Bargener Bürgermeister und langjährige SPD-Funktionär war mit 91 Jahren verstorben.

Bürgermeister Wolfgang Jürriens würdigte bei der Trauerfeier Pipos Wirken für die Gemeinde. In den 20 Jahren als Bargener Rathauschef sei mit Schule, Turnhalle, Hallenbad, Kindergarten, Gewerbeansiedlung und Neubaugebieten wahrhaft Herausragendes geleistet worden. Erst die Eingemeindung nach Helmstadt beendete seine Amtszeit, nicht aber seinen Tatendrang. Noch in den 90er Jahren wirkte Pipo als Aufbauhelfer in sächsischen Kommunalverwaltungen.

Seine Leistungen für die Sozialdemokratie würdigten der langjährige Bundestagsabgeordnete Gert Weisskirchen sowie der Kreisvorsitzende Thomas Funk. Geboren als die Weimarer Republik auferstand und geprägt von der Nazibarbarei und den Schrecken des Weltkrieges kam der Verstorbene schon früh zur Sozialdemokratie. „Suchet den Frieden und jaget ihm nach“ beschrieb Weisskirchen Pipos Handlungsmaxime.

Neben seiner Leidenschaft für die praktische Politik gründete er 1946 die erste „Dorforganisation“ der SPD im Landkreis Sinsheim, der er ein Vierteljahrhundert vorstand.

Ähnlich „revolutionär“ war seine Wahl zum Bargener Bürgermeister 1954, war er doch weit und breit der erste SPD-Mann in dieser Position. Im früheren Landkreis Sinsheim engagierte sich Pipo im Kreistag und führte zwölf Jahre den SPD-Kreisverband. Mehrfach kandidierte er für den Landtag, was allerdings aufgrund des damals konservativen Wahlkreiszuschnitts ohne Erfolg blieb.

SPD-Kreisvorsitzender Funk erinnerte daran, dass viele Ortsvereinsgründungen der SPD unmittelbar auf Pipos Initiative und Pionierarbeit zurückzuführen seien. Er beschireb den Verstorbenen als aufrechten Charakter, kantig und zupackend, dem unbedingte Verlässlichkeit und eine raue Herzlichkeit zu eigen waren. Fritz Pipo habe sichtbare Zeichen gesetzt, ob als Bürgermeister oder Sozialdemokrat. „Die Geschichte der SPD Rhein-Neckar ist untrennbar mit seinem Namen verbunden“, so Funk.

 

Homepage SPD Rhein-Neckar

Unser Abgeordneter im Landtag

Jan-Peter Röderer MdL

Neues aus dem Land

Daniel Born( „Missmanagement der Wirtschaftsministerin und CDU-Seilschaften kosten das Land Millionen“ : https://www.spd-landtag-bw.de/spd-zum-abschlussbericht-des-untersuchungsausschusses-baden-wuerttemberg-haus/

Die SPD-Landesvorsitzenden fordern: Junge Menschen verdienen Gehör statt Vorverurteilung. Angesichts unsicherer Zukunftschancen, von guter Ausbildung über bezahlbares Wohnen bis zu einem funktionierenden Klima, sollte Politik mit der jungen Generation sprechen und nicht Drohszenarien aufbauen.

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als Parteivorsitzende soll ein Parteitag im Januar eine neue Bundesspitze der SPD wählen. Die Landesvorsitzenden der SPD Baden-Württemberg Isabel Cademartori und Robin Mesarosch fordern in einem gemeinsamen Statement eine Trennung von Regierungsamt und Parteivorsitz.

Die Landesvorsitzenden der SPD Isabel Cademartori und Robin Mesarosch zeigen sich schockiert über Medienberichte, dass ein von der Landesregierung versprochenes gebührenfreies Kita-Jahr vor dem Aus stehe. "Wir fordern seit Jahren gebührenfreie Kitas für Baden-Württemberg", so die Doppelspitze.

 

Neues aus Berlin

Beim Erben läuft heute etwas grundlegend falsch. Wer ein Haus erbt, zahlt Steuern. Wer ein Milliardenvermögen erbt, oft keinen Cent. Das ist nicht gerecht.

21.09.2026 13:36
Stark gegen rechts.
Was wir für den Schutz unserer Demokratie tun und wie Du mitmachen kannst.

16.09.2026 09:38
Zusammen Zukunft schreiben..
Eine neue Zeit braucht eine neue SPD. Deshalb entwickelt die SPD ein neues Grundsatzprogramm und erneuert sich zugleich.