SPD Rhein-Neckar und Heidelberg gründen Arbeitsgemeinschaft für Bildungsfragen

Veröffentlicht am 13.01.2006 in Kreisverband
 

Bildungschancen in Baden-Württemberg hängen von der sozialen Herkunft ab. Jeder vierte Schüler hat eine unzureichende Sprachkompetenz. Tausende Schüler bleiben jedes Jahr ohne Abschluss. Die Ausbildungsplätze reichen nicht aus.

Die Landespartei der SPD fordert deshalb Chancengleichheit von Anfang an, eine Stärkung des Bildungsauftrags im Kindergarten, einen Ausbau des Kinderbetreuungsangebots , die Ganztagesschule als Angebot für alle und eine Ausbildungsgarantie. Für den Hochschulbereich mahnt sie bessere Studienbedingungen und insbesondere ein gebührenfreies Erststudium an.

In den meisten Bundesländern gibt es innerhalb der SPD Arbeitsgemeinschaften für Bildung ( AfB ), die als Aufgabe ihrer Arbeit die Verwirklichung und Umsetzung sozialdemokratischer Ziele im Bereich Erziehungs- und Bildungswesen sieht. Weiterhin geht es der AfB darum, Interessierte mit den Zielen und der Politik der Partei vertraut zu machen und zur Willensbildung beizutragen. Die AfB soll dabei ein Netzwerk von kompetenten Ansprechpartnern für alle Facetten des Bildungssektors sein, das in bildungspolitischen Fragen berät.

Im Kreisverband Heidelberg gibt es seit einigen Jahren einen Arbeitskreis Bildung, der sich primär mit kommunalen Themen des Schul- und Sozialwesens befasst.

Am 11.1.2006 wurde in Baden-Württemberg jetzt die erste AfB gegründet. In Eppelheim kamen Kommunalpolitiker, Vertreter aus Schulen und Hochschulen, auch Schüler aus dem Kreisverband Rhein-Neckar und Heidelberg zur Gründungsversammlung zusammen. Es wurde beschlossen durch vorläufige Bestimmung eines Sprechers und einer Vertretung eine erste Struktur der Arbeitsgemeinschaft zu schaffen. Nach Vorarbeiten wird dann am 31.1.2006 ein Vorstand mit Vertretern und Beisitzern gewählt. In der Übergangsphase übernimmt Dietrich Hirschwitz vom OV Dielheim die Sprecherfunktion und Miriam Roth vom OV Neulußheim die Vertretung. Als nächsten Schritt wird die AfB die Schwerpunkte ihrer Arbeit festlegen. Nach Diskussion der Themenpunkte wird die Gruppe über Anträge an die Parteigremien Einfluss auf die Bildungspolitik ausüben. Gleichzeitig sind Veranstaltungen zu aktuellen bildungspolitischen Themen mit kompetenten Referenten geplant.

 

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