Stellenabbau bei DaimlerChrysler

Veröffentlicht am 25.01.2006 in Landespolitik
 

Stellenabbau bei DaimlerChrysler: Vogt kritisiert „blinde Gefolgschaft Oettingers“ – SPD-Spitzenkandidatin fordert sozial verantwortliche Unternehmensstrategie

Ute Vogt: „Herr Oettinger läuft dem Personalabbau untertänig hinterher, anstatt die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu vertreten“

Die SPD-Landesvorsitzende Ute Vogt hat auf den angekündigten Abbau von rund 20 Pro-zent der Verwaltungsstellen bei der DaimlerChrysler AG mit Betroffenheit und Unverständ-nis reagiert. „Dass sich die neue Daimler-Spitze als erstes und oberstes Ziel einen derart pauschalen und radikalen Personallabbau auf die Fahnen schreibt, ist kein hoffnungsvoller Start“, erklärte Vogt. „Kurzfristige Rentabilitäts- und Gewinnüberlegungen dürfen nicht im Mittelpunkt einer verantwortungsvollen Unternehmensstrategie stehen.“

Die SPD-Spitzenkandidatin zur Landtagswahl kritisierte auch die „blinde Gefolgschaft“ von Ministerpräsident Oettinger gegenüber der Beschäftigungspolitik der neuen Konzernleitung. „Es ist höchst verantwortungslos und eines Ministerpräsidenten schlicht unwürdig, ange-sichts des permanenten Stellenabbaus eines Traditionsunternehmens nichts anderes als Verständnis für die Konzernleitung aufzubringen“, so Vogt. „Herr Oettinger läuft dem Per-sonalabbau untertänig hinterher, anstatt die Interessen der Arbeitnehmerinnen und Arbeit-nehmer gegenüber der Daimler-Spitze zu vertreten. Statt anhaltender Selbstbeweihräuche-rung der Landesregierung täte Herr Oettinger besser daran, sich für die Beschäftigten in Baden-Württemberg einzusetzen.“

Bei dem geplanten Stellenabbau im Verwaltungsbereich handele es sich um weit mehr als die „Entlüftung eines Wasserkopfs“, sagte Vogt. Es sei zu befürchten, dass Baden-Würt-temberg das „Zentrum des Personalabbaus“ von DaimlerChrysler in Deutschland werde.

In einem Schreiben an DaimlerChrysler-Chef Dr. Dieter Zetsche hatte die SPD-Chefin be-reits Anfang diesen Jahres betont, dass sich „der starke Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg in erster Linie auf pflichtbewusste und motivierte Arbeitnehmerinnen und Ar-beitnehmer gründet, die zu den am höchsten qualifizierten in Europa und darüber hinaus gehören. Dies ist ein Standortvorteil, um den wir weltweit beneidet werden und den es von politischer, aber auch von unternehmerischer Seite zu pflegen gilt.“

DaimlerChrysler sei in der Pflicht, als das potenteste und eines der traditionsreichsten Un-ternehmen in Baden-Württemberg auch in Zukunft der Verantwortung gegenüber seinem Heimatstandort und den hier lebenden und arbeitenden Menschen gerecht zu werden. „Ei-ne sozial verantwortliche Strategie stabilisiert unsere Unternehmen auf lange Zukunft. Sie muss deshalb stets Vorrang haben vor dem Shareholder-Value-Denken, das von den Akti-enmärkten allzu oft kurzatmig geboten wird“, so Vogt.

Andreas Reißig
Pressesprecher

 

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