Müntefering wird nicht wieder als Parteivorsitzender kandidieren

Veröffentlicht am 31.10.2005 in Bundespolitik
 

Der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering wird sich vom Parteivorsitz zurückziehen. Das kündigte er nach einer Sitzung des Parteivorstandes an, in der über die Kandidatur für das Amt des Generalsekretärs abgestimmt wurde.

Er werde die Koalitionsverhandlungen noch zu Ende führen, auf dem Parteitag Mitte November aber nicht mehr für den Parteivorsitz kandidieren, sagte Müntefering nach der Parteivorstandssitzung. Er ließ zudem ausdrücklich offen, ob er wie geplant als Arbeitsminister und Vizekanzler in eine Bundesregierung eintreten wird.

In der Sitzung des Parteivorstandes war Andrea Nahles zur Kandidatin für das Amt der Generalsekretärin nominiert worden. Sie setzte sich mit 23 gegen 14 Stimmen gegen SPD-Bundesgeschäftsführer Kajo Wasserhövel durch, den Müntefering für dieses Amt vorgeschlagen hatte. „Unter den gegebenen Bedingungen kann ich nicht mehr Parteivorsitzender sein. Dazu war das Votum dann doch zu eindeutig und zu klar", sagte Müntefering vor Journalisten. Nach der Entscheidung für Nahles habe er die Vorstandssitzung unterbrochen und in einer anschließenden Präsidiumssitzung klargemacht, dass er als Parteivorsitzender die Koalitionsverhandlungen weiterführen, auf dem Karlsruher Parteitag Mitte November aber nicht wie geplant erneut für den Parteivorsitz kandidieren werde.

Für Mittwoch wurden Sitzungen des SPD-Präsidiums sowie des Parteivorstandes einberufen, in denen die Nachfolge Münteferings beraten werden soll.

„Es wird sehr darauf ankommen, dass wir lernen aus diesem Vorgang“, sagte der Parteivorsitzende. Die Partei müsse begreifen, dass sie geschlossen und einig sein müsse, „vielleicht ein bisschen mehr als in den vergangenen Wochen". Er wolle nicht weglaufen, sondern weiter nach Kräften mithelfen, dass die große Koalition zu Stande komme.

 

Homepage SPD Rhein-Neckar

Unser Abgeordneter im Landtag

Jan-Peter Röderer MdL

Neues aus dem Land

Daniel Born( „Missmanagement der Wirtschaftsministerin und CDU-Seilschaften kosten das Land Millionen“ : https://www.spd-landtag-bw.de/spd-zum-abschlussbericht-des-untersuchungsausschusses-baden-wuerttemberg-haus/

Die SPD-Landesvorsitzenden fordern: Junge Menschen verdienen Gehör statt Vorverurteilung. Angesichts unsicherer Zukunftschancen, von guter Ausbildung über bezahlbares Wohnen bis zu einem funktionierenden Klima, sollte Politik mit der jungen Generation sprechen und nicht Drohszenarien aufbauen.

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als Parteivorsitzende soll ein Parteitag im Januar eine neue Bundesspitze der SPD wählen. Die Landesvorsitzenden der SPD Baden-Württemberg Isabel Cademartori und Robin Mesarosch fordern in einem gemeinsamen Statement eine Trennung von Regierungsamt und Parteivorsitz.

Die Landesvorsitzenden der SPD Isabel Cademartori und Robin Mesarosch zeigen sich schockiert über Medienberichte, dass ein von der Landesregierung versprochenes gebührenfreies Kita-Jahr vor dem Aus stehe. "Wir fordern seit Jahren gebührenfreie Kitas für Baden-Württemberg", so die Doppelspitze.

 

Neues aus Berlin

Beim Erben läuft heute etwas grundlegend falsch. Wer ein Haus erbt, zahlt Steuern. Wer ein Milliardenvermögen erbt, oft keinen Cent. Das ist nicht gerecht.

21.09.2026 13:36
Stark gegen rechts.
Was wir für den Schutz unserer Demokratie tun und wie Du mitmachen kannst.

16.09.2026 09:38
Zusammen Zukunft schreiben..
Eine neue Zeit braucht eine neue SPD. Deshalb entwickelt die SPD ein neues Grundsatzprogramm und erneuert sich zugleich.