Generalsekretär Jörg Tauss kritisiert Atompolitik von Grünen und CDU

Veröffentlicht am 15.03.2006 in Landespolitik
 

Jörg Tauss: „Mit Rezzo Schlauch bei der EnBW wird Atomstrom grün“

Der Generalsekretär der SPD Baden-Württemberg Jörg Tauss hat den Beitritt des ehemaligen Grünen-Politikers Rezzo Schlauch in den Beirat des Karlsruher Stromkonzern EnBW heftig kritisiert.

„Ein Atomkraftgegner, der neuerdings dem Beirat des Unternehmens angehört, ist wahrlich nicht sehr glaubhaft. Erst starten die Grünen in Baden-Württemberg eine Info- und Unterschriftenaktion mit dem Motto „Atom-Bande aufhalten – Jetzt aber Grün!“, dann tritt einer der ihren der EnBW bei, die zwei Atomkraftwerke mit vier Reaktorblöcken betreibt“, sagte Tauss. „Mit Rezzo Schlauch bei der EnBW wird A-tomstrom grün“.

Neue Kapriolen zum Thema Atomkraft zeichneten sich auch bei der CDU ab. So habe die CDU-Landesgruppe Baden-Württemberg gemeinsam mit Abgeordneten der CSU ei-nen Antrag im Bundestag zum Bau neuer Atomkraftwerke geplant, was jedoch am Protest junger CSU-Abgeordneten gescheitert sei. Tauss: „Am Atomausstieg und den Laufzeiten für Kernkraftwerken gibt es nichts zu rütteln. Die CDU Baden-Württemberg sollte sich besser darauf konzentrieren, dass sich der Anteil erneuerbarer Energien in Baden-Württemberg erhöht anstatt über den Bau neuer Atomkraftwerke nachzudenken.“

Nathalie Nieding
Pressereferentin

 

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