Jugendsozialarbeit an Schulen ausbauen

Veröffentlicht am 17.03.2009 in Kreistagsfraktion
 

SPD-Kreistagsfraktion fordert finanzielle Beteiligung des Landes ein.
Vor dem Hintergrund des dramatischen Massakers von Winnenden mit 15 Toten steht das Thema "Jugendsozialarbeit an Schulen" in Baden-Württemberg erneut und zu Recht auf dem Prüfstand. Nachdem sich das Land ab dem Schuljahr 2006/2007 vollständig und mit fadenscheinigen Begründungen aus der Mitfinanzierung dieser unverzichtbaren Aufgabe verabschiedet hat und Sozialministerin Monika Stolz erklärte, dass Schulsozialarbeit für sie kein Thema sei, hat die SPD-Kreistagsfraktion ein gemeinsames Schreiben an Ministerpräsident Oettinger sowie die Fraktionsvorsitzenden im Landtag initiiert mit dem Ziel, das Land zu einem Wiedereinstieg in die Mitfinanzierung zu bewegen. Ohne jeden Erfolg.

Nachdem nun Ministerpräsident Günther Oettinger im Zusammenhang mit dem Amoklauf eines Schülers in Winnenden öffentlich in den Medien die Notwendigkeit eines Ausbaues der Jugendsozialarbeit an Schulen pressewirksam verkündet hat, wird die SPD-Kreistagsfraktion erneut in dieser Angelegenheit aktiv werden und das Thema in die Gremien des Kreistages einbringen.

Wie Fraktionsvorsitzender Helmut Beck (Sinsheim) mitteilt, hat die SPD die vom Jugendhilfeausschuß des Kreises im Jahre 2007 beschlossene Konzeption einer kreisweiten mobilen Jugendsozialarbeit mit insgesamt 8,5 Personalstellen zwar mangels Alternative zähneknirschend zugestimmt, ihr Ziel einer finanziellen Beteiligung des Landes verbunden mit einer weiteren personellen Verstärkung aber nie aufgegeben.

Wir wollen, dass an allen Berufsschulen des Kreises mindestens je ein Sozialpädagoge oder Schulpsychologe als ständiger Ansprechpartner für Schüler, Lehrer und Eltern zur Verfügung steht. Einen ersten Anlauf in dieser Richtung wird die SPD-Kreistagsfraktion bereits in der nächsten Sitzung des Ausschusses für Soziales, Schulen und Kultur starten, so Hans-Jürgen Krieger, schulpolitischer Sprecher der SPD-Kreistagsfraktion.

 

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