Lars Castellucci besucht Wiesenbacher Handwerksbetrieb

Veröffentlicht am 31.07.2017 in Gemeindenachrichten
 

v.links: Jürgen Berger, Jürgen Jungmann, Alexander Schweitzer, Lars Castellucci, Claudia Jungmann im Ausstellungsraum

Vor wenigen Tagen besuchte der SPD Bundestagsabgeordnete Lars Castellucci gemeinsam mit Alexander Schweitzer, Mitglied des Landtags Rheinland-Pfalz, den Wiesenbacher Handwerksbetrieb Jungmann. Dieser traditionelle Meisterbetrieb des Fliesenlegerhandwerks mit dem eigenem Natursteinwerk besteht bereits in der 3. Generation und hat sich über viele Jahre in der Metropolregion Rhein-Neckar einen großen Kundenstamm erarbeitet, wie der Inhaber berichtete. Dabei kommt es nicht selten vor, dass die zufriedenen Kunden auch in Frankreich und in der Schweiz die das Leistungsspektrum dieses Betriebes in Anspruch wollen.

„Es sind gerade mittelständige Betriebe, wie der Ihre, die kontinuierlich Arbeit schaffen“, betonte der Bundestagsabgeordnete Castellucci bei diesem Besuch. Beim Rundgang durch das breitgefächerte Lager vertiefte sich das Gespräch schnell um die Arbeitsbedingungen in den Steinbrüchen von China und Indien. Jungmann unterstrich dabei, wie wichtig die staatlichen Kontrollen für die Arbeiter vor Ort sind und wie diese immer wieder von verbrecherischen, korrupten Geschäftemachern umgangen werden. Hier ist absolut die Politik vor Ort und auch bei uns in Deutschland gefragt, damit auch in diesen Ländern der Abbau kontrolliert und die Arbeitsbedingungen dauerhaft überwacht werden.

Gerne ließen sich die beiden Abgeordneten ausführlich die verschiedenen Marmor- und Granitsteinplatten und die Kunststeinsorten erklären. Sie staunten über die zahlreichen Bearbeitungsmaschinen in den Werkshallen mit denen viele unterschiedliche Arbeiten verrichtet werden müssen, bevor eine Arbeitsplatte für die Küchen fertiggestellt ist.

„Bei uns erhalten sie alles aus einer Hand. In unserer Werkstatt fertigen wir auch Treppen und Bodenbeläge aus Naturstein selbst“, betonte Jungmann bei seinem Rundgang durch den Betrieb. Gerade der natürliche Stein erfordert präzise Fliesenarbeiten, die von unserem Fliesenlegermeisterbetrieb fachmännisch durchgeführt werden, erläuterte Jungmann weiter.
Innerhalb der Fliesenlegerinnung RHEIN-NECKAR-ODENWALD, übt nun Jürgen Jungmann seit 10 Jahren das Amt des Obermeisters aus. Somit war klar, dass er auch beim Thema des Wegfalls des Meisterzwangs nicht hinter dem Berg hielt. Durch die Öffnung in diesem handwerklichen Bereich hat sich die Zahl der Betriebe in Baden-Württemberg von ca. 2.000 auf nahezu 11.000 Gewerbeanmeldungen vergrößert. Hinter diesem Trend stehen jedoch sehr viele Neugründungen, davon machen jedoch binnen einer Jahresfrist etwa 25 Prozent wieder dicht. „Entsprechend groß ist die Gefahr, dass es bei Gewährleistungs- und Schadenersatzansprüchen der Kunden zu Forderungsausfällen kommt. Gleichzeitig wird damit die Schwarzarbeit gefördert und dem Staat entgehen so Steuereinnahmen, erläuterte der Innungsobermeister weiter. „Gelackmeiert ist zunächst der Kunde, auch in seiner Eigenschaft als Steuerzahler“, stellten die Abgeordneten übereinstimmend fest.

Für den in Bad Bergzabern wohnenden Alexander Schweitzer, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Landtag Rheinland-Pfalz ist ein leistungsfähiges Handwerk das Rückgrat des Wirtschaftsstandortes, wie er betonte. „Gerade für unsere ländlich geprägten Landkreise sind Betriebe, wie dieser, enorm wichtig, denn gerade das Handwerk bietet die Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Fläche“, mit diesen Worten verband Schweitzer seinen Dank zum Abschied. „Wir haben uns sehr über Ihren Besuch und über den offenen Gedankenaustausch gefreut. Ihr Besuch war für uns ebenso informativ und aufschlussreich", freute sich Claudia Jungmann, die für die beiden Politiker einen gesunden Snack und kühle Erfrischungsgetränke gerichtet hatte.

„Für mich ist wichtig zu wissen, wo die örtlichen Unternehmen Probleme haben. Nur dann kann ich in Berlin Politik für Sie machen“, betont Castellucci zum Abschied, „hierbei steht für mich die Offenheit für die kleinen und großen Anliegen der Bürgerinnen und Bürger in meiner Heimat im Vordergrund.“

 

Unser Abgeordneter im Bundestag

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Gemeinsam mit den Jusos und Ladenbesitzerinnen und -besitzern aus Wiesloch und Umgebung habe ich eine Spendenaktion des Psychiatrischen Zentrums Nordbaden (PZN) unterstützt. Viele Stationen des PZNs in Wiesloch sind auch zur Adventszeit voll belegt. Das weiß Nicole Schneider aus Erfahrung. Sie ist Krankenschwester auf der geschlossenen Station der Abteilung Sucht. Viele Patientinnen und Patienten hätten ein kompliziertes Verhältnis zu ihren Familien und so ist gerade die Adventszeit für sie besonders

11.12.2017 15:38
Berliner Zeilen 13/17.
Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde, der Bundesparteitag der SPD hat beschlossen, dass wir Gespräche über eine mögliche Regierungsbildung ergebnisoffen führen werden. Bevor Koalitionsverhandlungen kommen, wird ein Sonderparteitag entscheiden. Die Mitglieder haben das letzte Wort, falls ein Koalitionsvertrag zustande kommt. Das ist auf der Linie der allermeisten Zuschriften, die mich erreichen, und der guten Diskussion, die wir auf einer Mitgliederkonferenz in Leimen hatten. Dort haben sich 84 %

Über 100 SPD-Mitglieder aus dem Wahlkreis Rhein-Neckar sind meiner Einladung gefolgt und nach Leimen gekommen. Thema der kurzfristig einberufenen Mitgliederkonferenz war, welchen Kurs die Partei nach dem Abbruch der Sondierungsgespräche durch die FDP einschlagen soll. Ich wollte wissen, was die Mitglieder darüber denken, um beim Bundesparteitag im Interesse der Mitglieder abzustimmen. Die Genossinnen und Genossen diskutierten intensiv über den bundespolitischen Kurs der SPD und die möglichen Optionen: Neuwahlen, SPD-geführte oder

Neues aus dem Land

"Ich unterstütze den Vorschlag, nun in Sondierungsgespräche mit CDU und CSU zu gehen - und zwar konstruktiv und weiterhin ergebnisoffen, ausdrücklich. Klar ist: Das werden keine einfachen Sondierungen. In jedem Fall reden wir über eine mögliche Regierungsbildung anhand von Inhalten. Es geht um den gesellschaftlichen Zusammenhalt, um soziale Sicherheit, um die Erneuerung unseres Landes. Ja oder Nein - und wenn Ja wie -, das kann nur anhand von Inhalten beurteilt werden. Ein Weiter-so gibt es in keiner Konstellation. Und auf eine Selbstinszenierung wie in den Jamaika-Sondierungen können wir gut verzichten."

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Leni Breymaier und Ute Vogt sind beim Bundesparteitag in den Parteivorstand gewählt worden. Sie gehören nun zu den insgesamt 35 Beisitzern, Vogt war dies bereits. „Ich freue mich, dass wir von zwei starken Frauen im PV vertreten werden. Wir werden Hand in Hand an der Erneuerung der SPD weiterarbeiten“, so Generalsekretärin Luisa Boos. Breymaier wurde in der Nachfolge von Vogt auch ins Präsidium gewählt. Peter Friedrich, acht Jahre für die SPD Baden-Württemberg im Vorstand, hatte nicht erneut kandidiert. Dem ehemaligen Europaminister wurde herzlich gedankt.