Mit verbindlichen Gesetzen gegen Lohndiskriminierung vorgehen

Veröffentlicht am 26.03.2010 in Pressemitteilungen
 

Frauen sind heute so gut ausgebildet wie noch nie in der Geschichte. Und doch gilt für sie immer noch nicht der Grundsatz „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. Damit muss endlich Schluss sein! Wir brauchen endlich Gesetze, auf die sich Frauen berufen können, wenn sie von Lohndiskriminierung betroffen sind. Statt warmer Worte erwarten Frauen zu Recht konkretes Handeln von der Bundesregierung. Dazu gehört auch die Einführung eines flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohns, damit Frauen und Männer, die hart arbeiten, von ihrer Arbeit auch leben können.

Die deutsche Wirtschaft ist auf das hohe Potenzial der Frauen angewiesen - sie sollte endlich aufwachen und auch im eigenen Interesse Lohngerechtigkeit herstellen. Lippenbekenntnisse und freiwillige Vereinbarungen zwischen Bundesregierung und Wirtschaft haben in den vergangenen fast 10 Jahren zu nichts geführt. Frauen verdienen immer noch im Durchschnitt 23 Prozent weniger als Männer. Der Blick in unsere europäischen Nachbarstaaten zeigt, dass Deutschland hier völlig rückständig ist.

Und wir brauchen mehr Frauen in Führungspositionen. Dass große deutsche Unternehmen das genauso sehen, hat die deutsche Telekom deutlich gemacht: Sie führt als erster Dax-Konzern eine Quote für Führungspositionen ein. Doch damit es nicht wieder 10 Jahre dauert, bevor andere endlich nachziehen, sollte Deutschland sich ein Beispiel an Ländern wie Norwegen oder den Niederlanden nehmen. Dort sind die Führungsetagen in größeren Unternehmen quotiert. Die SPD fordert deshalb als ersten Schritt 40 Prozent Frauen in Aufsichtsräten. Bundesministerin Schröder liegt falsch, wenn sie allein auf Freiwilligkeit setzt.

 

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