Oettinger redet Bedarf an Krippenplätzen klein.

Veröffentlicht am 13.03.2007 in Landespolitik
 

Ute Vogt: "Rechentricks helfen keiner Familie, die für ihr Kind einen Betreuungsplatz sucht und echte Wahlfreiheit braucht"
Neues Elterngeld wird Nachfrage nach Betreuungsplätzen deutlich über 20 Prozent steigern.

Die SPD- Landes- und Fraktionsvorsitzende Ute Vogt hat die Pläne der Landesregierung zum Ausbau des Betreuungsangebotes für Kleinkinder als völlig unzureichend kritisiert. Oettingers Aussage, eine Quote von 20 Prozent sei ausreichend und die Forderung der Bundesfamilienministerin nach einer Quote von 35 Prozent sei 'nicht zielführend', gehe vollkommen an den neuen familienpolitischen Realitäten vorbei. "Statt Familien echte Wahlfreiheit zu ermöglichen, verschleiert die Landesregierung durch Rechentricks den tatsächlichen Bedarf an Betreuungsplätzen", sagte Vogt.

Das neue Elterngeld werde bewirken, dass deutlich mehr Eltern als bisher nach dem ersten Geburtstag des Kindes ihre Erwerbstätigkeit wieder aufnehmen wollen und deshalb einen Betreuungsplatz nachfragen werden. Oettingers Hinweis, laut einer Umfrage unter den Kommunen sei ein Platzangebot in Höhe von 20 Prozent ausreichend, bezeichnete Vogt als "billigen Taschenspielertrick." Denn diese Umfrage aus dem Jahr 2006 beziehe sich lediglich auf die Umsetzung des bereits seit längerem geltenden Tagesbetreuungsausbaugesetzes, das Eltern bereits jetzt unter bestimmten Voraussetzungen einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz einräumt. Bei dieser Bedarfsanalyse sei das damals noch nicht beschlossene neue Elterngeld völlig unberücksichtigt geblieben.

Nach den Worten Vogts bleibt Oettingers Kinderland eine familienpolitische Luftnummer, solange der Ministerpräsident den Bedarf bewusst kleinrede und damit den Familien eine echte Wahlfreiheit vorenthalte.

Die SPD- Landes- und Fraktionsvorsitzende verwies auf Ausführungen der Bundesfamilienministerin, die im Bundestag zur Frage des Bedarfs erst kürzlich wörtlich erklärt hatte: "Ich sage als Familienministerin ganz selbstbewusst: Ungefähr ein Drittel aller Eltern hat Bedarf an einem Betreuungsangebot. Dies ist im Übrigen europäischer Durchschnitt. Im Augenblick jedoch liegen wir, was die Betreuungsmöglichkeiten angeht, noch im unteren Drittel. Diese Zahl ist durch das Deutsche Jugendinstitut, eines der renommiertesten deutschen Institute, die auf diesem Gebiet forschen und veröffentlichen, bestätigt worden." (Rede der Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Dr. Ursula von der Leyen, in der Debatte zur Kinderbetreuung vor dem Deutschen Bundestag am 7. März 2007 in Berlin).

Ute Vogt: "Die Bundesfamilienministerin ist damit deutlich weiter als der Ministerpräsident mit seiner Kinderland- Rhetorik. Wenn Eltern dies wünschen, müssen sie vor Ort einen Betreuungsplatz für ihr Kind bekommen. Deshalb will die SPD einen Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz ab dem ersten Geburtstag des Kindes. Denn nur so gibt es echte Wahlfreiheit für Familien."

Martin Mendler, Stellv. Pressesprecher

 

Homepage SPD Rhein-Neckar

Unser Abgeordneter im Bundestag

für uns im Bundestag

Unser Abgeordneter im Landtag

Jan-Peter Röderer MdL

Neues aus dem Land

Daniel Born( „Missmanagement der Wirtschaftsministerin und CDU-Seilschaften kosten das Land Millionen“ : https://www.spd-landtag-bw.de/spd-zum-abschlussbericht-des-untersuchungsausschusses-baden-wuerttemberg-haus/

Bei der Mitgliederbefragung der SPD Baden-Württemberg zum Landesvorsitz haben Isabel Cademartori und Robin Mesarosch die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Auf Isabel Cademartori und Robin Mesarosch entfielen 56,5 Prozent der Stimmen, auf Dorothea Kliche-Behnke 24,5 Prozent und auf Carsten Lotz 16,9 Prozent. Dies gab der Wahlvorstand der SPD Baden-Württemberg am Dienstagvormittag im Rahmen einer Landespressekonferenz bekannt.

Die Carlo-Schmid-Stiftung hat am Freitagabend in der Aula der Universität Mannheim den Carlo-Schmid-Preis 2026 an die Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihren herausragenden Einsatz für Wissenschaft, öffentliche Aufklärung und den faktenbasierten gesellschaftlichen Dialog.

Nach Ablauf der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen am gestrigen Sonntag stehen die Kandidaturen für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg fest. Für das Amt bewerben sich Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als Doppelspitze. Zudem treten Dr. Dorothea Kliche-Behnke und Carsten Lotz jeweils mit Einzelkandidaturen an.

 

Neues aus Berlin

26.05.2026 09:14
Zusammen Zukunft schreiben..
Die SPD erarbeitet ein neues Grundsatzprogramm. Mach mit und gestalte mit uns die Zukunft.

Bei der Erbschaftssteuer geht es um Gerechtigkeit und um eine zentrale Frage: Hängen Chancen von Leistung ab oder von Herkunft?

11.05.2026 14:41
Stark gegen rechts.
Rechtsextremismus bedroht unsere Demokratie, Freiheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir stellen uns entschieden dagegen - für Vielfalt und eine starke Demokratie. Mach mit.