Tarifbindung der Zentren für Psychiatrie erhalten

Veröffentlicht am 08.07.2006 in Landespolitik
 

Ute Vogt: "Es ist nicht hinnehmbar, dass die Beschäftigten kurzfristig vor vollendete Tatsachen gestellt werden"

Aufsichtsräte müssen Ausstieg aus Flächentarifvertrag ablehnen

Die SPD-Landtagsfraktion hat die Landesregierung aufgefordert, einen Ausstieg der Zentren für Psychiatrie (ZfP) aus der Tarifgemeinschaft der Länder zu verhindern. "Es ist nicht hinnehmbar, dass die Beschäftigten kurzfristig vor vollendete Tatsachen gestellt werden. Die pauschale Behauptung, der Tarifvertrag würde zu unvertretbaren wirtschaftlichen Mehrbelastungen führen, reicht allein als Begründung für einen so weit reichenden Schritt nicht aus", sagte SPD-Fraktionschefin Ute Vogt an die Adresse der Geschäftsführung der ZfP.

Mit einer parlamentarischen Initiative will die SPD deshalb erreichen, dass die Landesvertreter in den Aufsichtsräten der ZfP verhindern, dass es zu einem kurzfristig wirksamen Austritt aus dem Arbeitgeberverband kommt. Ein Ausstieg aus der Tarifbindung wäre nämlich nur möglich, wenn die Aufsichtsräte zustimmen. In diesen Gremien haben die Vertreter des Landes die Mehrheit.

Ute Vogt: "Die Frage, ob die Bildung einer eigenen Tarifgemeinschaft der Zentren für Psychiatrie und der Abschluss eines ZfP-spezifischen Tarifvertrags sinnvoll ist, kann erst nach einem ausführlichen Dialog mit den Personalvertretungen und den Tarifpartnern entschieden werden." Wer einen solchen Schritt in einem Hau-Ruck-Verfahren durchsetzen wolle, allein um die Anwendung eines nach langen Verhandlungen und wochenlangen Streiks durchgesetzten Tarifvertrags zu verhindern, leiste einer langfristigen Zukunftssicherung der Zentren einen Bärendienst.

Vogt forderte die Landesregierung auf, jetzt rasch ihre Zukunftspläne auf den Tisch zu legen und im Interesse der Beschäftigten für Klarheit zu sorgen. Im Koalitionsvertrag finde sich lediglich die wolkige Ankündigung, die Zentren sollten 'formell' privatisiert werden.

Die Frage eines Ausstiegs aus der TdL und der Abschluss eines ZfP-spezifischen Tarifvertrags kann nach Ansicht Vogts seriös erst dann entschieden werden, wenn klar sei, unter welchen rechtlichen Rahmenbedingungen die Zentren künftig arbeiten sollen. Es sei nicht hinnehmbar, den Beschäftigten nun den Tarifvertrag vorzuenthalten und sie zugleich über die künftige Rechtsform im Unklaren zu lassen.

Martin Mendler, Stellv. Pressesprecher

 

Homepage SPD Rhein-Neckar

Unser Abgeordneter im Landtag

Jan-Peter Röderer MdL

Neues aus dem Land

Daniel Born( „Missmanagement der Wirtschaftsministerin und CDU-Seilschaften kosten das Land Millionen“ : https://www.spd-landtag-bw.de/spd-zum-abschlussbericht-des-untersuchungsausschusses-baden-wuerttemberg-haus/

Die SPD-Landesvorsitzenden fordern: Junge Menschen verdienen Gehör statt Vorverurteilung. Angesichts unsicherer Zukunftschancen, von guter Ausbildung über bezahlbares Wohnen bis zu einem funktionierenden Klima, sollte Politik mit der jungen Generation sprechen und nicht Drohszenarien aufbauen.

Nach dem Rücktritt von Bärbel Bas als Parteivorsitzende soll ein Parteitag im Januar eine neue Bundesspitze der SPD wählen. Die Landesvorsitzenden der SPD Baden-Württemberg Isabel Cademartori und Robin Mesarosch fordern in einem gemeinsamen Statement eine Trennung von Regierungsamt und Parteivorsitz.

Die Landesvorsitzenden der SPD Isabel Cademartori und Robin Mesarosch zeigen sich schockiert über Medienberichte, dass ein von der Landesregierung versprochenes gebührenfreies Kita-Jahr vor dem Aus stehe. "Wir fordern seit Jahren gebührenfreie Kitas für Baden-Württemberg", so die Doppelspitze.

 

Neues aus Berlin

Beim Erben läuft heute etwas grundlegend falsch. Wer ein Haus erbt, zahlt Steuern. Wer ein Milliardenvermögen erbt, oft keinen Cent. Das ist nicht gerecht.

21.09.2026 13:36
Stark gegen rechts.
Was wir für den Schutz unserer Demokratie tun und wie Du mitmachen kannst.

16.09.2026 09:38
Zusammen Zukunft schreiben..
Eine neue Zeit braucht eine neue SPD. Deshalb entwickelt die SPD ein neues Grundsatzprogramm und erneuert sich zugleich.