Teilhabe an der Gesellschaft statt Kampf der Generationen.

Veröffentlicht am 22.04.2008 in Kreisverband
 

SPD Rhein-Neckar diskutierte Chancen und Herausforderungen der alternden Gesellschaft
Der „Kampf der Generationen“ muss nicht stattfinden, zumindest wenn es nach den Diskussionen der SPD Rhein-Neckar im Weinheimer Rolf-Engelbrecht-Haus geht. Angesichts der aktuellen Debatte um Rentenerhöhung und Generationenkämpfe hatte der Kreisverband gemeinsam mit seiner Arbeitsgemeinschaft „60 plus“ seinen Kreisparteitag unter das Motto „Alter – Chance und Herausforderung“ gestellt. Ohne Schreckgespenster an die Wand zu malen machten die Sozialdemokraten klar, dass die alternde Gesellschaft gewaltige politische Anstrengungen erfordern werden. Davon konnte auch Oberbürgermeister Heiner Bernhard in seinem Grußwort berichten. In Weinheim konnte er letzes Jahr das erste Mehrgenerationenhaus im Kreis einweihen, eine Studie zum demographischen Wandel in der Stadt ist gerade in Arbeit.

Jörg Tauss, der Generalsekretär der SPD Baden-Württemberg, forderte die Genossen dazu auf, auch in der Kommunal- und Kreispolitik auf einen Dialog der Generationen zu setzen. Dabei sprach er sich dagegen aus, politische Sachfragen zu „Glaubensfragen“ zu machen. Diese Feststellung wolle er auch für einige Diskussionen in und um die SPD treffen, wie sie derzeit geführt werden. Hier wünsche er sich von der ganzen Partei mehr und sachlichere interne Kommunikation und im Anschluss ein geschlossenes und selbstbewusstes Auftreten nach außen. Das Thema des Parteitags zeige die wichtigen Zukunftsfragen, vor denen das Land stehe, gut auf: Renten-, Bildungs- und Sozialsystem seien gemeinsam gefordert, auf den demographischen Wandel zu reagieren, denn "junge Menschen, die nicht in das Arbeitsleben integriert werden, können auch keinen Beitrag zum Sozialsystem leisten". Vor diesem Hintergrund übte er scharfe Kritik an der Landesregierung, die sich in der Sozialpolitik finanziell immer mehr aus der Verantwortung stehle und „statt einer umfassenden Bildungsreform immer neue unausgegorene Vorschläge“ mache.

Auch der badische AWO-Bezirksvorsitzende Hansjörg Seeh griff diese Kritik auf: Das Land vernachlässige die Interessen von ärmeren Senioren, wenn es sich aus der Förderung des sozialen Wohnungsbaus zurückziehe und die Einrichtung zentraler Pflegestützpunkte nach der Pflegereform nicht fördere. Und auch die Sozialreformen auf Bundesebene wollte Seeh in direktem Zusammenhang mit dem demographischen Wandel verstanden wissen. Die Einführung eines Mindestlohns und einer Bürgerversicherung könnten nicht nur für die derzeitigen Arbeitnehmer mehr Wohlfahrt schaffen, sondern auch Altersarmut in der Zukunft verhindern.

SPD-Kreisvorsitzender Dr. Lars Castellucci freute sich in seinem Schlußwort über die zahlreichen Anknüpfungspunkte und „Hausaufgaben“, die die Partei mitnehmen konnte. Die „Teilhabe aller Generationen“ werde bei der Vorbereitung der Kommunalwahlprogramme für das nächste Jahr eine wichtige Rolle spielen. Auch im Wahlmanifest für die Bundestagswahlen, das der Kreisverband in den nächsten Monaten beraten wird, werden Fragen der sozialen Sicherung – nicht nur im Alter – zentrale Bedeutung haben.

In einem von Christel Masseck, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft 60 plus, moderierten Block wurden noch verschiedene Beispiele des „Alters als Chance“ aufgezeigt, vom bürgerschaftlichen Engagement bis hin zu altersgerechtem Wohnen. Dabei präsentierten sich unter anderem der Arbeitskreis Schriesheimer Senioren, die GBG Mannheim, die Initiative „Barrierefreies Hockenheim und der international tätige Seniorenexpertenservice

 

Homepage SPD Rhein-Neckar

Aktuelle Termine

18.08.2026, 19:00 Uhr - 22:00 Uhr
Hauptversammlung SPD Ortsverein Wiesenbavh

Donnerysaal Bürgerhaus Wiesenbach

Unser Abgeordneter im Bundestag

für uns im Bundestag

Lars Castellucci
07.07.2026 09:34
Gedanken zum Reformpaket.

Unser Abgeordneter im Landtag

Jan-Peter Röderer MdL

Neues aus dem Land

Daniel Born( „Missmanagement der Wirtschaftsministerin und CDU-Seilschaften kosten das Land Millionen“ : https://www.spd-landtag-bw.de/spd-zum-abschlussbericht-des-untersuchungsausschusses-baden-wuerttemberg-haus/

Zum heute vorgestellten Reformpaket der Koalition erklären die SPD-Landesvorsitzenden Isabel Cademartori und Robin Mesarosch:

"Die vereinbarte Steuerreform geht in die richtige Richtung: Die meisten Leute müssen zukünftig weniger Steuern auf ihre Arbeit bezahlen. Das ist gut so. Damit das rechnerisch aufgeht, werden wir sehr hohe Einkommen wieder stärker beteilige

Ein AfD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht wäre wahrscheinlich erfolgreich, resümiert das heute veröffentlichte Rechtsgutachten der Gesellschaft für Freiheitsrechte. Die SPD in Baden-Württemberg sieht sich darin bestätigt, weiter den Druck für ein AfD-Verbot zu erhöhen.

Auf ihrem Landesparteitag hat die SPD Baden-Württemberg ihre Parteispitze und den Landesvorstand neu gewählt und wichtige Anträge beschlossen. Als stellvertretende Landesvorsitzende wurden die Bundestagsabgeordneten Jasmina Hostert (83,2 Prozent) und Parsa Marvi (73,0 Prozent) wiedergewählt. Neu in das Amt gewählt wurden Yannik Hummel, Forstwirt und Student, mit 80,9 Prozent der Stimmen und die Landtagsabgeordnete Viviane Sigg mit 85,9 Prozent.

 

Neues aus Berlin

13.07.2026 09:38
Zusammen Zukunft schreiben..
Die SPD erarbeitet ein neues Grundsatzprogramm. Mach mit und gestalte mit uns die Zukunft.

Rente ist mehr als Mathematik. Rente ist mehr als Demografie. Rente ist eine entscheidende Frage der Gerechtigkeit.

26.06.2026 13:36
Stark gegen rechts.
Wir verteidigen unsere Demokratie - mit Haltung, klaren Argumenten und unseren Werten: Freiheit. Gerechtigkeit. Solidarität. Du willst mehr als zuschauen?

Bei der Erbschaftssteuer geht es um Gerechtigkeit und um eine zentrale Frage: Hängen Chancen von Leistung ab oder von Herkunft?

01.05.2026 09:43
Ihr FAIRdient Tarif.
Steuergeld soll faire Arbeit stärken. Dafür sorgt die SPD: Mit dem Bundestariftreuegesetz erhalten nur Unternehmen, die ihre Angestellten nach Tarifvertrag bezahlen, öffentliche Aufträge. Das ist gerecht.