"Junge Menschen in Arbeit bringen"

Veröffentlicht am 14.09.2007 in Kreisverband
 

Unter dem Motto „Junge Menschen in Arbeit bringen“ hat sich die SPD Rhein-Neckar ein Bild der Arbeitsmarkt- und Ausbildungsplatzsituation in der Region gemacht.

Hierzu hatte Kreisvorsitzender Lars Castellucci neben dem Wahlkreisabgeordneten Prof. Gert Weisskirchen und DGB-Regionalvorsitzendem Stefan Rebmann auch die Pforzheimer Bundestagsabgeordnete Katja Mast eingeladen, die im Bundestag Mitglied des Ausschusses für Arbeit und Soziales ist und sich auch wissenschaftlich mit den Themen Arbeitsmarkt und Ausbildung beschäftigt.
In der Arbeitsagentur Heidelberg informierte der Leiter Wolfgang Heckmann zunächst über die Entwicklung innerhalb des Agenturbezirks Heidelberg, wobei er auf einen in der Tendenz erfolgreichen Abbau der Arbeitslosigkeit in diesem Bezirk verweisen konnte – was auch für den Sektor der Jugendarbeitslosigkeit gilt.
Daran schloss sich ein Besuch bei der „Beschäftigungsinitiative Wiesloch und Umgebung“ (BIWU) an. Die Abgeordneten wurden dabei von deren pädagogischen Leiter, Peter Wosslick, nicht nur über die beeindruckenden Integrationsmaßnahmen dieser Einrichtung bei Langzeitarbeitslosigkeit unterrichtet, sondern auch über die dort praktizierte Arbeit und deren pädagogischen Grundlagen. Auch die sozialen Probleme, die sich aus dem Erleben von Langzeitarbeitslosigkeit ergeben, wurden dabei angesprochen.
Zum Abschluss des Informationstages besuchten die Abgeordneten das Berufsbildungswerk in Neckargemünd (SRH Holding). Der Geschäftsführer Jörg Porath und Wolfgang Grob, Leiter der „ArbeitsIntegration“ beim Berufsbildungswerk, informierten über ihre Möglichkeiten zur Integration von Jugendlichen in den Arbeitsmarkt.
In Zusammenarbeit mit der Arbeitsagentur wird zum Beispiel mit „JAB“ (Jugend in Ausbildung und Beruf) ein professionelles Coaching angeboten, das jungen Menschen die Chance auf einen Ausbildungsplatz oder Arbeitsplatz ermöglichen soll.
Bei diesem Projekt werden den Jugendlichen auch Unterstützung bei der Ausbildungs- und Arbeitsplatzsuche sowie die Betreuung bis in die Berufsausbildung hinein angeboten.
Die beste Ausbildung nützt nichts, wenn sie nicht zu einem Arbeitsplatz führt so Jörg Porath. Deshalb wird neben der Ausbildung auch auf die Erarbeitung von individuellen Selbstvermarktungsstrategien und auf die Förderung der Motivation zur eigenverantwortlichen Stellensuche großen Wert gelegt.
Katja Mast bedankte sich jeweils für die vielfältigen Informationen zur Unterstützung ihrer Arbeit im Bundestag . Die Wünsche der Beteiligten nahm sie gerne auf und versprach, diese bei ihrer Arbeit zu berücksichtigen. Wichtig für alle Beteiligten war, darauf hinzuweisen, dass bei allen Maßnahmen zur Integration von Jugendlichen und Langzeitarbeitslosen in den Arbeitsmarkt auf die Stärkung des Selbstwertgefühls der Betroffenen Wert gelegt werden muss. Jugendliche müssen frühzeitig und vor allem längerfristig an die Hand genommen werden. Eine kurzfristige Förderung von derzeit ca. sechs Monaten ist nicht ausreichend um schwer vermittelbare Menschen in den Arbeitsmarkt zu integrieren.

 

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