Lehrstellenmisere: Landesregierung muss Sofortprogramm aufstocken

Veröffentlicht am 15.10.2006 in Landespolitik
 

Ute Vogt: "Alle Beteiligten stehen in der Verantwortung, den Jugendlichen eine berufliche Perspektive zu eröffnen"

Vor dem Hintergrund des Besorgnis erregenden Negativtrends auf dem Ausbildungsmarkt bekräftigt die SPD- Landtagsfraktion ihre Forderung, das Sofortprogramm des Wirtschaftsministeriums zur Förderung zusätzlicher Ausbildungsplätze aufzustocken. "Die neuesten Zahlen zeigen, dass die Lehrstellenmisere immer bedrohlicher wird. Alle Beteiligten stehen deshalb in der Verantwortung, den Jugendlichen eine berufliche Perspektive zu eröffnen", sagte die SPD- Landes- und Fraktionsvorsitzende Ute Vogt.

Vogt schlug vor, für das Sofortprogramm des Landes einen Teil der Überschüsse der Bundesagentur für Arbeit einzusetzen. Darüber hinaus müsse die Landesregierung die Rahmenbedingungen für ein externes Ausbildungsmanagement schaffen, das insbesondere kleine und neu ausbildende Betriebe in allen Fragen rund um die Ausbildung berate.

Vogt: "Angesichts der kontinuierlich zurückgehenden Zahl von Ausbildungsplätzen muss sich die Landesregierung zudem bei den Kammern viel offensiver für die verbesserte Anrechnung und Anerkennung von vollzeitschulischen Ausbildungsgängen einsetzen."

Laut Angaben der Regionaldirektion Baden- Württemberg der Bundesagentur für Arbeit stehen Ende September 2006 89.138 jungen Menschen, die einen Ausbildungsplatz suchen, nur ein Angebot von 60.892 Ausbildungsstellen gegenüber. Die Zahl der angebotenen Ausbildungsplätze ging im Vergleich zum Vergleichszeitraum des Vorjahres um 4,3 Prozent (minus 2.713) zurück.

Martin Mendler, Stellv. Pressesprecher

 

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Die Carlo-Schmid-Stiftung hat am Freitagabend in der Aula der Universität Mannheim den Carlo-Schmid-Preis 2026 an die Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihren herausragenden Einsatz für Wissenschaft, öffentliche Aufklärung und den faktenbasierten gesellschaftlichen Dialog.

Nach Ablauf der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen am gestrigen Sonntag stehen die Kandidaturen für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg fest. Für das Amt bewerben sich Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als Doppelspitze. Zudem treten Dr. Dorothea Kliche-Behnke und Carsten Lotz jeweils mit Einzelkandidaturen an.

 

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