Offener Brief des SPD-Fraktionsvorsitzenden Rhein-Neckar

Veröffentlicht am 13.09.2006 in Kreistagsfraktion
 

Abfallwirtschaft in der Region Rhein-Neckar;
hier: Thermische Verwertung des Restmülls aus dem Rhein-Neckar-Kreis

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Dr. E. Lohse,

wie Ihnen sicher bekannt ist, führt der Rhein-Neckar-Kreis aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung aus dem Jahre 1992 (ZARN-Verträge) den auf seinem Gebiet anfallenden Restmüll der von der MVV betriebenen Müllverbrennungsanlage auf der Friesenheimer Insel zur thermischen Verwertung zu.

Frau
Dr. Eva Lohse, Oberbürgermeisterin
Vorsitzende des Verbandes "Region Rhein-Neckar"
Stadtverwaltung Ludwigshafen
Postfach 21 12 25
67012 Ludwigshafen 13. Sept. 2006

Abfallwirtschaft in der Region Rhein-Neckar;
hier: Thermische Verwertung des Restmülls aus dem Rhein-Neckar-Kreis

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Dr. E. Lohse,

wie Ihnen sicher bekannt ist, führt der Rhein-Neckar-Kreis aufgrund einer vertraglichen Vereinbarung aus dem Jahre 1992 (ZARN-Verträge) den auf seinem Gebiet anfallenden Restmüll der von der MVV betriebenen Müllverbrennungsanlage auf der Friesenheimer Insel zur thermischen Verwertung zu.

Diese Verträge wurden seinerzeit unter dem Zwang eines bestehenden Entsorgungsnotstandes abgeschlossen und basieren - insbesondere was die Müllverbrennung auf der Anlage in Mannheim anbelangt - auf einem vergleichsweise hohen Preisniveau.

Entsorgungspflichtige Gebietskörperschaften, die außerhalb der Region Rhein-Neckar liegen, haben zu einem späteren Zeitpunkt mit der MVV/Stadt Mannheim Entsorgungsverträge abgeschlossen, denen ein erheblich niedrigerer Preis je Tonne (Diff. bis ca. 50,- Euro/t) zugrunde liegt.

Ein sog. "Spitzengespräch" zwischen den ZARN-Vertragspartnern ist nach meiner Kenntnis ohne greifbares Ergebnis hinsichtlich einer Reduzierung des Verbrennungspreises verlaufen. Vielmehr besteht die MVV/Stadt Mannheim mit Nachdruck auf dem 1992 vereinbarten Preisniveau.

Dies hat bei Landrat Dr. J. Schütz und der Geschäftsführung der AVR dazu geführt, konkrete Überlegungen zur Errichtung einer eigenen Anlage zur thermischen Verwertung von Abfällen und Biomasse im Rhein-Neckar-Kreis einzuleiten, falls weitere Gespräche mit MVV/Stadt Mannheim ergebnislos bleiben.

Obwohl mir bewußt ist, daß seitens des Verbandes Region Rhein-Neckar keine formale Zuständigkeit für den Bereich einer regionalen Abfallwirtschaft gegeben ist, wende ich mich in Ihrer Funktion als Verbandsvorsitzende an Sie, sehr verehrte Frau Dr. Lohse, mit der Bitte, in dieser prekären Situation eine moderierende und vermittelnde Rolle zu übernehmen mit dem Ziel, daß dem Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg von der MVV/Stadt Mannheim zumindest durch eine sog. „Meistbegünstigungsklausel“ der jeweils niedrigste Verbrennungs-preis je Tonne eingeräumt wird, der auch mit anderen entsorgungspflichtigen Gebietskörper- schaften vereinbart wurde.

Dadurch würde allen Überlegungen zur Errichtung einer eigenen Müllverbrennungsanlage durch den Rhein-Neckar-Kreis die Grundlage entzogen.

Nachdem die MVV in mehreren Pressemittteilungen verlautbart hat, daß sie in dem Geschäftsbereich "Müllverbrennung" jährlich Gewinne im 3-stelligen Millionenbereich erzielt, halte ich diese Forderung für mehr als angemessen und gerechtfertigt.

Es wäre fatal für unsere gerade anerkannte "Europäische Metropolregion Rhein-Neckar" bzw. für den "Verband Region Rhein-Neckar", wenn es nicht möglich wäre, in dieser Frage eine für alle Beteiligten annehmbare und akzeptable Übereinkunft zu erzielen und dadurch auch eine wichtige Grundlage für die notwendige und insbesondere von unserer Bevölkerung und der Wirtschaft unseres Raumes zu Recht erwartete enge Zusammenarbeit auf einer breiten Basis zu legen.

In der Hoffnung, daß Sie sich in dieser Angelegenheit aktiv im Rahmen Ihrer Möglichkeiten engagieren verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen und den besten Wünschen
gez. Helmut Beck

 

Homepage SPD Rhein-Neckar

Unser Abgeordneter im Bundestag

für uns im Bundestag

Unser Abgeordneter im Landtag

Jan-Peter Röderer MdL

Neues aus dem Land

Daniel Born( „Missmanagement der Wirtschaftsministerin und CDU-Seilschaften kosten das Land Millionen“ : https://www.spd-landtag-bw.de/spd-zum-abschlussbericht-des-untersuchungsausschusses-baden-wuerttemberg-haus/

Bei der Mitgliederbefragung der SPD Baden-Württemberg zum Landesvorsitz haben Isabel Cademartori und Robin Mesarosch die absolute Mehrheit der Stimmen erreicht. Auf Isabel Cademartori und Robin Mesarosch entfielen 56,5 Prozent der Stimmen, auf Dorothea Kliche-Behnke 24,5 Prozent und auf Carsten Lotz 16,9 Prozent. Dies gab der Wahlvorstand der SPD Baden-Württemberg am Dienstagvormittag im Rahmen einer Landespressekonferenz bekannt.

Die Carlo-Schmid-Stiftung hat am Freitagabend in der Aula der Universität Mannheim den Carlo-Schmid-Preis 2026 an die Transformationsforscherin Prof. Dr. Maja Göpel verliehen. Mit der Auszeichnung würdigt die Stiftung ihren herausragenden Einsatz für Wissenschaft, öffentliche Aufklärung und den faktenbasierten gesellschaftlichen Dialog.

Nach Ablauf der Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen am gestrigen Sonntag stehen die Kandidaturen für den Landesvorsitz der SPD Baden-Württemberg fest. Für das Amt bewerben sich Isabel Cademartori und Robin Mesarosch als Doppelspitze. Zudem treten Dr. Dorothea Kliche-Behnke und Carsten Lotz jeweils mit Einzelkandidaturen an.

 

Neues aus Berlin

26.05.2026 09:14
Zusammen Zukunft schreiben..
Die SPD erarbeitet ein neues Grundsatzprogramm. Mach mit und gestalte mit uns die Zukunft.

Bei der Erbschaftssteuer geht es um Gerechtigkeit und um eine zentrale Frage: Hängen Chancen von Leistung ab oder von Herkunft?

11.05.2026 14:41
Stark gegen rechts.
Rechtsextremismus bedroht unsere Demokratie, Freiheit und den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Wir stellen uns entschieden dagegen - für Vielfalt und eine starke Demokratie. Mach mit.